Presse

„Bitte bleibt mit uns zusammen aktiv“

Alfons Hörmann, Präsident des DOSB wendet sich in einer Videobotschaft direkt an die ehrenamtlich Engagierten in SPORTDEUTSCHLAND.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann wendet sich in einer Videobotschaft an die ehrenamtlich Engagierten in den 90.000 deutschen Sportvereinen, kündigt gegenüber der Politik den Einsatz für Rückkehr zum Sportbetrieb und für Hilfen für die Vereine an und appelliert an die 8 Millionen freiwilligen Helferinnen und Helfer in SPORTDEUTSCHLAND, mit dem Einsatz für Gesundheit, Lebensfreude, Fair Play und die gesellschaftlichen Werte des Sports nicht nachzulassen:

„Liebe Engagierte in den Vereinen,
der Lockdown trifft uns alle hart. SPORTDEUTSCHLAND hat über Monate hinweg bewiesen, dass mit klugen Hygienekonzepten verantwortungsbewusst Sport organisiert werden kann. Wir werden dafür kämpfen, dass wir alle gemeinsam schnellstmöglich zurückkommen. Wir müssen Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen über alle Altersstufen die Chance zum Training, zum Wettkampf erhalten, zugleich auch die Chance bieten, etwas für die Gesundheit und die Lebensfreude zu tun. Wir werden deshalb mit aller Kraft dafür arbeiten, dass die Einschränkungen baldmöglichst zurückgefahren werden. Und wir werden Bund und Länder in die Pflicht nehmen, entsprechende Hilfsprogramme für den Sport zu öffnen und aufzusetzen. Gleichzeitig wende ich mich aber an Sie alle persönlich: Bitte bleibt mit uns zusammen aktiv, die E-Jugendgruppe gleichermaßen wie die Seniorensportler und alle diejenigen, die vom Sport profitieren brauchen Euch gerade in Zeiten wie diesen mehr denn je. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam aktiv dranbleiben, lassen Sie uns gemeinsam im Sinne einer guten gesellschaftlichen Entwicklung weiterhin Verantwortung übernehmen, geben wir nicht auf, sondern bleiben dem treu, was uns alle verbindet, die Liebe zum Sport, die Überzeugung zum gesellschaftlichen Engagement. Dafür ein herzliches Danke Schön von meiner Seite.“

Von den rund 27 Millionen Mitgliedern unte dem Dach des DOSB engagieren sich ca. 8 Millionen Freiwillige im Bereich Sport und Bewegung, davon 750.000 Amtsträger auf der Vorstandsebene (z. B. Vorsitzender) und 950.000 Engagierte auf der Ausführungsebene (z.B. Übungsleiter, Platzwarte etc.). Die übrigen Helferinnen und Helfer engagieren sich punktuell, z.B. wenn Eltern beim E-Jugendspiel Kuchen verkaufen oder Fahrgemeinschaften bilden.

Neue Corona-Maßnahmen beschlossen

Ministerpräsident Bouffier und Sozialminister Klose: „Beschlüsse sind notwendig, um die Pandemie einzudämmen.“

Das hessische Corona-Kabinett hat heute weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie vereinbart und damit die einstimmigen Beschlüsse der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin umgesetzt.  „Diese Eingriffe sind äußerst schmerzhaft. Aber wir müssen jetzt handeln“, sagten Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose nach der Kabinettsitzung. „Wenn jetzt alle mitziehen, haben wir guten Chancen, die Pandemie einzudämmen und das Ruder rumzureißen, damit wir möglichst bald auch wieder mehr ermöglichen können.“

Das Kabinett hat folgende Änderungen beschlossen. Diese gelten ab dem 2.11.:

Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum

Die Bürgerinnen und Bürger sollen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist ab 2. November nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, höchstens jedoch mit 10 Personen.

Veranstaltungen und Feiern

Öffentliche Veranstaltungen finden nur noch bei besonderem öffentlichen Interesse
statt. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.

Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt.

Zusammenkünfte und Feiern innerhalb der eigenen Wohnung sind nur einem engen privaten Kreis gestattet.

Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit

Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist in der Zeit von 23 bis 6 Uhr verboten.

Reisen

Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.

Freizeit, Kultur und Sport

Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören:

a. Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen

b. Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen

c. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

d. der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme der Sportausübung allein, zu zweit oder mit dem eignen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,

d. Schwimm- und Spaßbädern, Saunen

e. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Freizeit- und Amateursport ist untersagt, es sei denn er wird alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand ausgeübt. DerTrainings-und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts zulässig. Museen, Schlösser, Tierparks und Zoos werden geschlossen. Gedenkstätten bleiben geöffnet.

Gastronomie

Restaurants, Gaststätten sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen sind Kantinen und Mensen und die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Die Bundesregierung hat insbesondere für diese Bereiche kurzfristige und umfangreiche finanzielle Hilfen angekündigt.

Dienstleistungen

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios,
Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.

Medizinisch

notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapie, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

Geschäfte

Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur
Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.

Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen

Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter
strengen Vorgaben möglich. Dabei wird stets berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen.

Bildungsangebote

Volkshochschulen bleiben geöffnet.

Quarantäneanordnung

Eswird klargestellt, dass sich Personen bei einem positiven Corona-Tests unmittelbar in Quarantäne begeben müssen. Dies gilt ab dem Vorliegen des Testergebnisses, auch wenn die förmliche Anordnung des Gesundheitsamtes noch nicht erfolgt ist.

Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen wie bspw. den Einkauf von Lebensmitteln gibt es Ausnahmen.

Bei Verstößen gegen die Quarantäneanordnung droht ein Bußgeld von 500 Euro.

Definition Mund-Nasen-Bedeckung

Als Mund-Nasen-Bedeckung zählt jede ans Gesicht anliegende Bedeckung von Mund und Nase, die dazu beiträgt, die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Eine Zertifizierung ist nicht notwendig. Plastikvisiere sind davon nicht erfasst, sie sind keine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung. 

Erweiterte Maskenpflicht in Schulen

Bisher bestand in hessischen Schulen eine Maskenpflicht ausschließlich außerhalb des Klassenraums, also auf dem Schulhof und in den Gängen. Jetzt gilt: Ab der Klasse 5 gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Diese Schülerinnen und Schüler können die Masken in den Pausen abnehmen. Diese „Maskenpausen“ werden vor Ort in den Schulen organisiert.

Erweiterte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.

Erweiterte Maskenpflicht in Fahrzeugen

Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist eine Alltagsmaske zu tragen.

Zeit für den nächsten Lockdown?

In vielen Fußballkreisen wird über eine Einstellung des Spielbetriebs diskutiert +++ Fünf Gründe dafür, fünf dagegen +++ Wir wollen eure Meinung wissen!

Region. Überall im Verbreitungsgebiet der VRM wird
angesichts der aktuell steigenden Coronazahlen über eine Unterbrechung
oder gar den kompletten Abbruch der laufenden Fußball-Saison diskutiert.
Im Fußballkreis Bad Kreuznach wird noch am Abend mit allen Klubs eine
Videoschalte stattfinden, bei der genau darüber diskutiert werden soll.
In Darmstadt und Groß-Gerau wurde am Wochenende der Spielbetrieb bereits
größtenteils ausgesetzt, in Wiesbaden und Rheinhessen gab es
vereinzelte coronabedingte Spielabsagen. Bislang gibt es also viele
unterschiedliche regionale Entscheidungen – jetzt sind vor allem die
Verbände gefordert eine einheitliche Regelung zu finden

Was aber spricht eigentlich für eine Unterbrechung der Fußball-Saison, und
was dagegen? Wir haben Argumente zum Für und Wider zusammengetragen.


Fürs Weitermachen

  1. Amateurfußball ohne Zuschauer, so hatte Präsident Dr. Hans-Dieter
    Drewitz schon zu Beginn der Pandemie betont, sei ohne Zuschauer nicht
    praktikabel. Nun haben die Städte Mainz, Ludwigshafen und der Landkreis
    Birkenfeld als erste Kommunen im Verbandsgebiet die Öffentlichkeit aus
    Infektionsschutzgründen von den Spielen ausgeschlossen. Deshalb aber den
    Spielbetrieb im gesamten SWFV zu unterbrechen, wäre unverhältnismäßig.
  2. Man muss auch an die Klubs denken, bei denen Publikum erlaubt ist.
    Denen würde ohne Not die Haupteinnahmequelle abgedreht, die sie mitunter
    zur Deckung ihrer laufenden Betriebskosten brauchen.
  3. Zudem gibt es, nach Information von Jürgen Veth, dem für den
    Spielbetrieb zuständigen Vizepräsidenten des SWFV, keinen vom
    Zuschauerausschluss betroffenen Verein, der unter diesen
    außergewöhnlichen Bedingungen nicht spielen wollte.
  4. Und schließlich sollte nicht unberücksichtigt bleiben, dass die
    Vereine in den vergangenen Wochen und Monaten große Energie und Euro in
    die hygienegerechte Umrüstung ihrer Sportstätten investierten. Das wäre
    umsonst gewesen.
  5. Sodann ist es den Klubs, die unter den gegebenen Bedingungen
    weitermachen wollten, schwer bis unmöglich zu vermitteln, warum ihr
    Fachverband etwas unterbindet, was die Politik erlaubt.

Für die Unterbrechung

  1. Amateurfußballspiele lassen sich nicht gänzlich von der
    Öffentlichkeit abschirmen. Dorffußball-Plätze sind nunmal kein Stadion,
    wo sich der Zutritt problemlos kontrollieren lässt. Und es ist den
    Amateurvereinen auch nicht zuzumuten, einen Security-Service zu
    organisieren.
  2. Der Fußball kann nicht mehr garantieren, dass die Vorgaben der
    Politik, nämlich den der Ausschluss der Zuschauer, eingehalten werden.
    Eben das war aber das Pfund, dank dessen die Politik dem Fußball die
    Rückkehr zum Spielbetrieb im Sommer erlaubte.
  3. Die Vereine bürgten gewissermaßen dafür, dass in ihrem Umfeld die
    infektionsrechtlichen Bestimmungen beherzigt werden. Das könnte aber
    dort an die Grenzen des Machbaren stoßen, wo das Publikum vor der Tür
    bleiben muss.
  4. Ins Kalkül ziehen muss man außerdem kommunale Regelungen, die über
    den Ausschluss des Publikums hinausgehen. In der Stadt Mainz ist
    beispielsweise die Nutzung der Kabinen verboten, was für die Spieler
    gesundheitliche Risiken birgt. Der SWFV hat auch gegenüber ihnen eine
    gewisse Fürsorgepflicht, der er mit einer Unterbrechung der Saison
    gerecht würde.
  5. Aber auch sportlich ergeben sich diskussionswürdige Einschränkungen:
    Die Stadt Ludwigshafen erlaubt das Training nur noch in Gruppen von bis
    zu zehn Personen, wettkampfnahe Trainingsformen sind verboten.

Sollte der Spielbetrieb eingestellt werden?

– All die Mühe umsonst? Man sollte weiterspielen.
– Besser ohne Zuschauer, als komplett ohne Fußball.
– Solange die Zahlen steigen, lieber pausieren.
– Wir kommen um den Saisonabbruch nicht herum.
– So macht es eh keinen Sinn mehr.

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