Presse 2022

Derby-Zeit in der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald

Der TV Fränkisch-Crumbach gewinnt am Donnerstabend gegen Sandbach knapp. Beide Teams müssen Sonntag direkt wieder ran. Es stehen Derbys an.
ODENWALD – Nach dem Sieg des TV Fränkisch-Crumbach gegen die SG Sandbach stehen für beide Teams am Sonntag (18.) auch schon die nächsten Derbys in der Fußball-Kreisoberliga Dieburg/Odenwald auf dem Spielplan. Dabei erwartet Fränkisch-Crumbach ab 15 Uhr die TSG Steinbach, die SG Sandbach hat ab 15.15 Uhr den SV Lützel-Wiebelsbach zu Gast.

TV Fränkisch-Crumbach – SG Sandbach 3:2 (1:1).
In einer turbulenten Partie brachte Maximilian Henschke die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung (15.), doch Romeo Bachmann gelang noch vor der Pause der Ausgleich (42.). Nachdem Ferhat Can die erneute Führung für den TV gelungen war (72.), sorgte Fränkisch-Crumbachs Torhüter Bastian Rapp mit einem Eigentor für das 2:2 (83.). Spielertrainer Henschke bewies jedoch Nerven und sicherte seinem Team mit einem weiteren verwandelten Handelfmeter doch noch die drei Punkte (90.). Sandbachs Ehsan Shahkhel sah in der Folge noch die Rote Karte (90. + 1). “Das war ein sehr glücklicher Sieg für uns. Sandbach hatte die bessere Spielanlage, hat aber seine Chancen fahrlässig liegen lassen, während wir sehr effektiv waren”, resümierte Fränkisch-Crumbachs Abteilungsleiter Thomas Henschke. Von einer “unverdienten Niederlage” sprach auch Sandbachs Trainer Husam Sanori.
 
Für Fränkisch Crumbach war der Sieg gegen Sandbach der dritte in der laufenden Saison und der zweite in Folge, durch den der TV auf Tabellenplatz acht geklettert ist. Für Henschke verläuft die Saison bislang “sehr zufriedenstellend”, einen einstelligen Tabellenplatz zu diesem Zeitpunkt “hätten wir vor der Saison sofort unterschrieben”. Dennoch schränkt der Abteilungsleiter ein: “Es gibt noch viel Arbeit mit unserer jungen Mannschaft. Das ist ein Prozess, aber wir sind auf einem guten Weg.” Vor allem die Quantität habe sich verbessert, Blessuren könne man nun einfacher wegstecken, berichtet Henschke. Das ist auch nötig, denn mit Ahmet Kardes (muskuläre Probleme) fällt ein Spieler länger aus, Leistungsträger wie Tommaso De Luca und Luca Matuschiewitz müssen von Spiel zu Spiel schauen. Auch im kommenden Duell mit der TSG Steinbach, nach nur einem Sieg aus sieben Spielen aktuell Tabellen-14., will der TV deshalb wieder über den Teamgeist kommen. Henschke erwartet ein Duell auf Augenhöhe, stellt aber auch klar: “Das ist ein Heimspiel, da wollen wir unsere Punkte holen.”

Noch nicht richtig in der Spur ist dagegen Sandbach, das bislang nur zwei seiner sieben Saisonspiele gewinnen konnte. Größtes Manko der SG ist die Offensive, wo fünf erzielte Tore den zweitschlechtesten Wert der Liga bedeuten. “Wir spielen uns Torchancen heraus, treffen vor dem Tor aber oft die falsche Entscheidung. Da fehlt es den jungen Spielern an Cleverness und Erfahrung”, erklärt Sanori, der seiner jungen Truppe ungeachtet dessen “viel spielerisches Potenzial” attestiert und entsprechend “sehr zuversichtlich” ist, dass die SG ihre Tabellenposition bald verbessern kann. Im kommenden Derby gegen den Tabellensiebten SV Lützel-Wiebelsbach hat die SG nach der 1:2-Niederlage in der vergangenen Saison, die den Sandbachern die letzte Aufstiegschance nahm, noch was gutzumachen. Zwei, drei Ausfälle wird es auch dann wieder geben, Sanori macht sich darüber aber keine Sorgen: “Die Stimmung ist trotz allem gut, weil wir auf der spielerischen Leistung aufbauen können.”
 
Die weiteren Spiele am Wochenende: FV Mümling-Grumbach – FC Rimhorn, SG Nieder-Kainsbach – VfL Michelstadt (beide Samstag, 16 Uhr), SV Hummetroth – KSG Georgenhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Fußball: TSV Höchst III auch in Rimhorn effektiv

Der Spitzenreiter der C-Liga Odenwald gewinnt klar. Till Hofmann dreht Partie im Alleingang für die SG Mossautal. Die SSV Brensbach mit Angriffswirbel in Breuberg.
ODENWALDKREIS – Der TSV Höchst III behauptet sich weiter an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga C Odenwald. Mit einem auch in der Höhe verdienten 6:1-Erfolg gegen die SG Rimhorn/Breitenbrunn II lässt die dritte Mannschaft des Gruppenligisten die Konkurrenz staunend hinter sich herschauen.

SG Rimhorn II – TSV Höchst III 1:6 (0:3:).
Der Spitzenreiter war einfach effektiver im Abschluss. Die Platzherren gerieten schon nach gut einer halben Stunde entscheidend ins Hintertreffen. Torfolge: 0:1 Timo Knierim (21.), 0:2 Marc Schickling (32.), 0:3 Andre Santos (45.+1), 0:4 Knierim (55.), 0:5 Schickling (60.), 1:5 Leo Trautmann (67.), 1:6 Tobias Eisenhauer (78.).

KSG Vielbrunn II – SG Mossautal 2:4 (1:0).
Till Hofmann war der Mann des Tages, der mit vier Toren aus einem 0:2-Rückstand seiner Mannschaft einen 4:2-Erfolg machte. 1:0 Leon Gadet (7.), 2:0 Leon Hess (53.) , 2:1, 2:2, 2:3 und 2:4 Till Hofmann (60./72./ 78./87.).

SG Hainstadt II – Türk Beerfelden II 1:2 (0:0).
In der Schlussphase war der Gast abgezockter und verdiente sich den Erfolg. Tore: 1:0 Marco Seibert (51./Freistoß), 1:1 und 1:2 Erdal Madensoy (62./82.).

SG Nieder-Kainsbach II – FSV Erbach II 2:1 (1:0).
Jonas Rothe (35./70.) schoss die Gastgeber aus dem Gersprenztal mit 2:0 in Führung. Das reichte für drei Punkte. Denn Ibrahim Mutu (90.+9) konnte in der Nachspielzeit nur noch verkürzen für die Erbacher.

TSV Sensbachtal II – TSV Bullau 3:0 (1:0).
Christoph Neuer (28.), Aaron Rich (75.) sowie erneut Neuer (84.) sorgten für den Überraschungssieg. „Wir waren dominant und verdienten uns die drei Punkte“, kommentierte Karlheinz Neuer vom Gastgeber.
 
„Wir waren dominant und verdienten uns die Punkte“

SG Beerfelden/Gammelsbach II – FC Finkenbachtal II 6:0 (1:0).
Daniel Ulrich (3), Philipp Götz (2) und Robin Hemberger machten den Kantersieg der Beerfelder gegen den B-Liga-Absteiger perfekt.

Türk Breuberg II – SSV Brensbach II 0:9 (0:5).
Der Brensbacher Angriffswirbel war von wenig leidenschaftlich agierenden Gastgebern nicht aufzuhalten. Maurice Silhanek (24.), Simon Trumpfheller (31.), Tim Friedrich (32./43./89.), Dominik Trumpfheller (40./60.), Jochen Schmieder (85.) und Cedric Böck (86.) schossen die SSV II zum auch in dieser Höhe verdienten Sieg.

Odenwälder Fußballer vor schweren Aufgaben

Beim siebten Anlauf soll es nun gelingen: Kreisoberligist Nieder-Kainsbach will gegen Klein-Zimmern den ersten Dreier einfahren - doch das wird nicht leicht.
Foto Herbert Krämer
ODENWALDKREIS – In der Fußball-Kreisoberliga Dieburg/Odenwald hofft die SG Nieder-Kainsbach am Sonntag (11.) ab 15.15 Uhr gegen Viktoria Klein-Zimmern auf den ersten Saisonsieg. Schon am Samstag (10.) erwartet der FC Rimhorn ab 17 Uhr den SV Lützel-Wiebelsbach zum Derby.

Unter der Woche hat sich der FV Mümling-Grumbach souverän mit 6:0 beim VfL Michelstadt durchgesetzt. Neben Dreifachtorschütze Christopher Hörr trafen Fabian Hörr, Patrick Kepper und Lukas Gebhardt. Der VfL musste aber auch nach einer frühen Roten Karte (33.) rund eine Stunde in Unterzahl spielen. Während es für die Michelstädter am Sonntag ab 15 Uhr mit dem Derby gegen die SG Sandbach weiter geht, reist Mümling-Grumbach zum Duell der Gruppenliga-Absteiger bei Hassia Dieburg. Anstoß dort ist um 15.15 Uhr.
 
Den achten Sieg im achten Spiel holte sich Tabellenführer SV Hummetroth mit dem 6:1 bei der SG Ueberau. Die Treffer des Spitzenreiters erzielten Giuseppe Burgio (2), Nico Struwe, Samir El Fahfouhy und Tino Lagator, hinzu kam ein Eigentor von Ueberaus David Puhl. Den Ehrentreffer der Gastgeber markierte ebenfalls Puhl. An diesem Wochenende ist Hummetroth spielfrei.

Die SG Nieder-Kainsbach bleibt auch nach sechs Spieltagen das einzige Team der Liga ohne Sieg. Bei Aufsteiger TSV Altheim gab es eine deutliche 2:6-Niederlage, bei der Philipp Beck (2), Mert Barak, Ricardo Hieronymus, Bogdan Ficut und Diyar Altan die Treffer für Altheim erzielten. Sebastian Hagendorf und Dominik Neff trafen für Nieder-Kainsbach. Am Sonntag unternimmt die SG folglich den bereits siebten Anlauf, um endlich den ersten Dreier der Saison einzufahren. Gegner ist Viktoria Klein-Zimmern, das auf Platz elf liegend auch erst zwei Saisonsiege zu verbuchen hat. Für die von Neu-Trainer Felix Termeer angeleiteten Nieder-Kainsbacher geht es darum, die wacklige Defensive – mit 27 Gegentreffern die drittschlechteste der Liga – zu stabilisieren und vorne eine der Chancen auch mal zu nutzen. Acht erzielte Treffer zeugen bislang noch nicht von einer großen Offensivstärke.

Auf Platz sieben darf der FC Rimhorn nach drei Siegen aus fünf Spielen mit seiner Saison bislang durchaus zufrieden sein. Das sieht auch Spielertrainer Dane Tarhan so, auch wenn die Punktverluste gegen Ueberau (1:2) und Dieburg (0:2) das Bild etwas trüben: “Gegen Ueberau hat die Einstellung überhaupt nicht gepasst, und gegen Dieburg haben uns acht Spieler gefehlt. Das ist dann nicht mehr zu kompensieren.” Überhaupt herrscht in Rimhorn derzeit aufgrund von Verletzungen und Urlauben eine recht hohe Fluktuation, vier bis fünf Stammkräfte fehlen fast jede Woche. So auch an diesem Samstag, wenn der SV Lützel-Wiebelsbach in Rimhorn zum Kerbspiel zu Gast ist. “So ein Spiel will man natürlich gewinnen, gerade wenn Kerb ist. Bei Lützel-Wiebelsbach trifft man immer viele bekannte Gesichter und freut sich auf die Partie”, sagt Tarhan, der selbst mal ein Jahr für den SV gespielt hat. Beim Tabellenzehnten läuft die Saison zwar auch noch nicht ganz rund, davon will sich Tarhan aber nicht blenden lassen. Unabhängig vom Saisonverlauf sei der SV “gegen uns immer brutal stark”, berichtet der Spielertrainer, der am Sonntag erneut vier Stammkräfte urlaubsbedingt ersetzen muss.
Die weiteren Partien am Sonntag: SG Mosbach/Radheim – TV Fränkisch-Crumbach (15 Uhr), TSG Steinbach – TSV Altheim (15.30 Uhr).
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