Fussball Herren 1b

Echo am Montag, den 21.09.2020 von Thomas Nikella

Führungs-Duo hält sich schadlos

SG Rimhorn/Breitenbrunn II gewinnt in der B-Liga ebenso sicher wie die SG Bad König/Zell II

ODENWALDKREIS. Der TSV Bullau, derzeit mit noch einem Spiel weniger, ist in der Fußball-Kreisliga C weiter auf dem Vormarsch: Gleich mit 6:0 schlug die Mannschaft aus dem Erbacher Stadtteil den VfR Würzberg II und nimmt damit Tabellenposition drei ein. Das Spiel SG Beerfelden/Gammelsbach II gegen die SSV Brensbach II wurde abgesagt. Das Führungs-Duo aus Rimhorn und Bad König hielt sich schadlos.

SG Bad König/Zell II – SG Mossautal 3:1 (1:1).
Lange Zeit war es eine ausgeglichene Begegnung, in der beide Mannschaften viele Chancen liegen ließen. Der Gast war durch Michael Juhasz (5.) in Führung gegangen. Joannis Apostolidis (20.) glich aus. Jonas Harling (56.) und Yusif Bachit (71.) stellten den Bad Königer Heimsieg sicher.

TSV Sensbachtal II – KSG Vielbrunn II 1:4 (0:2).
„Die Gäste fanden besser in die Partie. Wir hatten auch einige Chancen, dennoch geht der KSG in Ordnung“, so Karlheinz Neuer vom TSV. Torfolge: 0:1 Marvin Emig (2.), 0:2 Patrick Jura (10.), 0:3 Lukas Fertig (58.), 1:3 Lukas Naumann (65., Foulelfmeter), 1:4 Lukas Fertig (77.).

Inter Erbach II – Türk Beerfelden II 6:2 (2:1).
Die Gäste waren engagiert, hatten den dominierenden Platzherren in der zweiten Hälfte aber zu wenig entgegenzusetzen. Torfolge: 1:0 Bayram Kaya (7.), 1:1 Erdal Madensoy (44.), 2:1 Harun Yavas (45.), 3:1 Eren Kaya (57.), 4:1 Bayram Kaya (60.), 4:2 Hueseyin Melgir (67.), 5:2 Bayram Kaya (74.), 6:2 Nihat Celiköz (79.).

TSV Bullau – VfR Würzberg II 6:0 (2:0).
„Wir haben über die gesamte Distanz spielerisch überlegen operiert“, berichtete Jürgen Sattler vom TSV. Philipp Ihrig (19., 34., 80.), Aron Rich (54.), Jonas Dingeldein (67.) und Spielertrainer Michael Becker (87.) trafen für den verdienten Sieger.

SG Rimhorn/Breitenbrunn II – FSV Erbach II 5:1 (2:0).
Ein Doppelpack von Yannick Schnellbacher (15., 42.) bescherte den Platzherren eine 2:0-Pausenführung. Jonas Zipp (50.) erhöhte, ehe Mehmet Bilgic (58., Foulelfmeter) für die Kreisstädter auf 1:3 verkürzte. In der Schlussphase war wieder die SG am Drücker: Jonas Zipp (78., Foulelfmeter) und Michael Fey (87.) stellten den 5:1-Endstand her.

Echo am Montag, den 14.09.2020 von Thomas Nikella

Breubergs Reserve überrascht Bad König

Kurstädter müssen nach der 0:1-Niederlage den ersten Tabellenrang in der Fußball-C-Liga räumen

ODENWALDKREIS . Türk Breuberg II sorgte am Sonntag in der Fußball-Kreisliga C für die Überraschung des vierten Spieltags: Mit 1:0 bezwangen die Breuberger den bisherigen Tabellenführer SG Bad König/Zell II, der vor einer Woche noch zehn Treffer gegen die FSV Erbach II anbrachte.

SG Rimhorn/Breitenbrunn II – SSV Brensbach II 3:2 (2:0).
Die SG II führte nach zwei Toren von Marcel Glafenhain und einem Treffer von Jonas Zipp komfortabel 3:0. Simon Trumpfheller machte es mit einem Doppelpack für die SSV II nochmals spannend.

KSG Vielbrunn II – TSV Hainstadt II 3:3 (1:1).
Drei Minuten vor Spielende machte die nie aufgebende KSG II aus einem 1:3 noch ein 3:3. Torfolge: 1:0 Leon Gadet (4.), 1:1 Steffen Raitz (25.), 1:2 Florian Haala (65.), 1:3 Steffen Raitz (82.), 2:3 Waldemar Tscherepanow (89.), 3:3 Patrick Jura (90.+2).

VfR Würzberg II – TSV Sensbachtal II 0:0.
Der VfR II operierte überlegen, ließ es aber an der Effektivität vermissen und musste sich so mit einem torlosen Remis begnügen.

Türk Beerfelden II – TSV Bullau 2:3 (2:1).
Die Gastgeber waren über 70 Minuten die deutlich überlegene Mannschaft, der aber in der Schlussphase Kraft und Konzentration schwanden. Abbas Karim (24., 43.) hatte Beerfelden zweimal in Front gebracht, doch Bullaus Dreifach-Torschütze Philipp Ihrig (32., 72., 84.) drehte eine fast schon verloren geglaubte Begegnung.

Türk Breuberg II – SG Bad König/Zell II 1:0 (1:0).
Breubergs Routinier Kenan Taskan schoss die Breuberger nach zehn Minuten gegen den Spitzenreiter in Front. Dabei blieb es, weil es Türk II gelang, das Geschehen über 90 Minuten zu dominieren. „Verdienter Sieg“, sagte Oguzhan Hazneci von den Platzherren.

FSV Erbach II – SG Mossautal 3:3 (2:1).
Mehmet Bilgic sowie Koray Beser brachten die FSV-Reserve zur Halbzeit in Führung. Gregor Kumpf erzielte den zwischenzeitlichen Gleichstand. Till Hoffmann besorgte nach der Pause den erneuten Ausgleich, ehe Davor Simoviv die Erbacher wieder nach vorn brachte. Mossautals Spielertrainer Till Hoffmann markierte das 3:3.

Viel Aufwand, positiver Ertrag

Fast alle Vereine sind mit der Umsetzung des Hygienekonzepts zufrieden / Probleme gibt es nur selten
Bei den meisten Vereinen, wie hier beim Gruppenliga-Aufsteiger VfR Groß-Gerau, war man mit der Umsetzung des Hygienekonzeptes am vergangenen Wochenende weitgehend zufrieden. Foto: Dominik Claus
Südhessen. Die Umsetzung des Hygienekonzepts hat die Fußballvereine in der Region zum Saisonstart vor Herausforderungen gestellt. In einer ECHO-Umfrage zeigen sich Funktionäre und Spieler mit der Premiere zufrieden. Zuschauer, die sich der Datenregistrierung verweigerten, wurden vor die Wahl gestellt: Papier ausfüllen oder gehen.

Steffen Schorlemmer, Spieler des B-Ligisten SG Niedernhausen/Rohrbach: „Wir Spieler sind mit der Umsetzung des Hygienekonzepts sehr zufrieden gewesen. Sowohl die Akteure als auch die Heimzuschauer haben sich an die Vorschriften gehalten. Überwacht wurde die Einhaltung der Regeln von unserem Hygienebeauftragten und den Kassierern am Einlass. Bei den Gästefans war es etwas zwiegespalten. Sie müssten aufmerksamer anreisen und die Beschilderungen genauer lesen. Einige wenige haben auch persönliche Aufforderungen missachtet und sich nicht sofort in den Zuschauerbereich begeben. Leider kam es teilweise seitens der Zuschauer auch zu Beleidigungen.“

Michael Sobota, Kreisfußballwart Darmstadt: Die Vereine haben einen großen Aufwand betrieben, um das Hygienekonzept des Fußball-Verbandes, an dem sich fast alle orientieren, umzusetzen. Dabei sind sie mit dem gebotenen Ernst an die Umsetzung herangegangen. Das ist erfreulich. Natürlich gab es auch vereinzelt negative Reaktionen von Zuschauern. Die große Mehrheit zeigt aber Verständnis und weiß um die Anstrengungen der Vereine. Regelmäßig wird man aus den praktischen Erfahrungen der Umsetzung eventuell neue Schlussfolgerungen ziehen und da – wo erforderlich – nachsteuern müssen.

Holger Voith, Zweiter Vorsitzender des FC Rimhorn: „Dafür, dass wir direkt mit einem Derby gestartet sind, waren wir sehr zufrieden. Wir mussten auch ziemlich schnell den Zugang zum Gelände schließen, da die 200 Zuschauer schnell erreicht waren. Wir haben aktuell nur einen Zu- und Ausgang zum Sportgelände, es wurden verschiedenfarbige Bändchen (Rote für Zuschauer, Blaue für Offizielle, Dienstpersonal, Spieler) verteilt und das Dienstpersonal verdoppelt. Das hat sehr gut geklappt. An den Absperrungen um das Vereinsgelände müssen wir noch feilen, ansonsten denke ich, waren wir gut aufgestellt.

Robert Neubauer, Kreisfußballwart Groß-Gerau: Mir ist nicht bekannt, dass es auf einem Sportplatz im Kreis Groß-Gerau zu großen Problemen bei der Umsetzung des Hygienekonzepts gekommen ist. Vereinzelt ist Berichten von Schiedsrichtern zu entnehmen, dass einige wenige Vereine noch bei der Umsetzung des Hygienekonzepts nacharbeiten müssen. Generell war aber festzustellen, dass die Vereine die Notwendigkeit der Hygienemaßnahmen akzeptieren und umsetzen, um den Spielbetrieb weiter aufrechterhalten zu können. In der Kreisoberliga wurden zwei Punktspiele aufgrund des Verdachts einer Covid-19-Infektion abgesetzt. Die Vereine haben verständnisvoll reagiert und verlässlich mitgearbeitet.

Albert Schmitt, Spielausschussvorsitzender VfR Groß-Gerau: Es ist gut gelaufen, da wir am Eingang bereits Abstandsmarkierungen angebracht hatten. Dahinter steht unsere Info-Wand, an der sich die Besucher zusätzlich zu den Hygienevorschriften informieren konnten. Unser Hygienebeauftragter im Verein und unser Vorstandsvorsitzender waren persönlich mit den Zuschauern im Gespräch und haben nach dem Rechten geschaut. Beim nächsten Spiel müssen wir aber nochmals auf die Abstandsregel hinweisen. Bei den Zuschauern haben wir das Problem, dass wir wirklich nicht immer wissen, ob es sich bei mehreren Personen um Familien handelt, die zusammenstehen dürfen.

Michael Beilstein, Vorstandsmitglied SV Münster: Die Umsetzung des Hygienekonzepts bewerten wir als erfolgreich. Das ist besonders erfreulich, wurden doch im Vorfeld viel Zeit und Geld von uns investiert. Viele Zuschauer folgten unserer Empfehlung und hatten das Formular mit den Registrierungsdaten von unserer Homepage heruntergeladen und bereits ausgefüllt mitgebracht.
Wer keine Maske dabei hatte, bekam von uns eine zum Selbstkostenpreis ausgehändigt. Offensichtlich nicht eingehaltene Abstände wurden durch unseren Hygienebeauftragen direkt vor Ort angesprochen. Konkrete Optimierungsmöglichkeiten sind derzeit keine geplant, zumal wir auch davon ausgehen, dass bei allen Beteiligten die neuen Abläufe nach und nach zur Routine werden.

Marco Unholzer (VfL Birkenau), ehemaliger Jugendbundesliga-Schiedsrichter: Ich war am Sonntag als Schiedsrichter-Beobachter beim Gruppenligaspiel FC Bensheim gegen TSV Lengfeld positiv überrascht. Der Verein hat das prima umgesetzt, und es war gut beschildert, wo welche Zone ist. An der Barriere wurde sogar mit lustigen Cartoons in typischer Fußballermanier auf die Abstände hingewiesen. Es gab sehr, sehr viele gut gekennzeichnete Ordner, die die Einhaltung des Konzeptes überwacht und auch mit Nachdruck durchgesetzt haben. Ein älterer Herr kam mit Klappstuhl und ist an den Absperrbändern vorbeigelaufen. Er weigerte sich vehement, seine Daten zu dokumentieren. Der Ordner gab ihm zwei Möglichkeiten: Papier ausfüllen oder gehen. Die Diskussion ging fast fünf Minuten. Am Ende hat er es ausgefüllt – weil ihm der Ordner sogar Zettel und Stift bis zum Klappstuhl getragen hatte.

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