Fussball Herren 1b 2019/20

HFV beschließt vorzeitiges Saisonende, Quotientenregel bei Relegations- und Aufstiegsspielen sowie keine Absteiger

Der Hessische Fußball-Verband e.V. (HFV) hat im Rahmen seines außerordentlichen Verbandstages eine Entscheidung bezüglich des Umgangs mit dem Spielbetrieb der Saison 2019/2020 getroffen. Die betreffende Spielzeit wird vorzeitig zum 30.06.2020 abgebrochen.

Schatzmeister Ralf Viktora, Präsident Stefan Reuß und Vizepräsident Torsten Becker beim virtuellen außerordentlichen Verbandstag. Foto: Gast

Die Wertung der Tabelle wird mit Hilfe der Quotienten-Regelung vorgenommen. Es gibt Aufsteiger gemäß des Spielgeschehens der Saison 2019/2020, aber keine Absteiger. Der Aufstieg der Teilnehmer von Relegations- und Aufstiegsspielen erfolgt ebenfalls nach der Quotientenregel. Dabei wird nicht zwischen Aufstiegsspielen und Relegationsspielen unterschieden. In beiden Bereichen werden entsprechend des Spielgeschehens die jeweiligen Aufsteiger ebenfalls unter Anwendung der Quotientenregel ermittelt, so dass eine Gleichbehandlung auf Kreis- und Verbandsebene gegeben ist.

„Die Entscheidung, die Saison der hessischen Amateurligen aufgrund der bekannten Einschränkungen durch die Verbreitung des Coronavirus vorzeitig zu beenden, ist – diskutiert und vorbereitet in den Kreisen und Regionen – auf unserer höchsten demokratischen Ebene gefallen. Mit diesem breiten Konsens schließen wir nun die Spielzeit 2019/2020 ab und gehen die kommende Saison in der Hoffnung an, diese mit dem gewohnten vollständigen Spielbetrieb absolvieren zu können“, erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß.

„Nach vielen Überlegungen und zahlreichen Diskussionen wurde die weitreichende Entscheidung des vorzeitigen Saisonendes getroffen. Das Ergebnis zeigt, dass die überwiegende Zahl der Mitglieder unserer Fußballfamilie diesen Schritt begrüßt. Unzählige Stunden der Vorbereitung, Abwägung und Diskussion sind darin eingeflossen und haben sich ausgezahlt, um die bestmögliche Variante zum Wohle unserer Vereine zu erreichen“, so HFV-Vizepräsident Torsten Becker.

287 Delegierte hatten sich virtuell an der Veranstaltung beteiligt. Per Videokonferenz verfolgten sie das Geschehen und hatten die Möglichkeit, sich entsprechend zu äußern. Die Abstimmung fand über ein davon unabhängiges Abstimmungstool statt. Alle Delegierten bekamen die für die Nutzung erforderlichen Kenntnisse im Vorfeld durch ein detailliertes Benutzerhandbuch übermittelt und konnten diese im Laufe der Vorwoche testweise ausprobieren. Auch die Pressekonferenz im Anschluss an den außerordentlichen Verbandstag fand per Videokonferenz statt. Der Verbandstag wurde zudem komplett online per Livestream übertragen.

HFV-Verbandsvorstand empfiehlt Quotientenregel bei Relegations- und Aufstiegsspielen

Der Hessische Fußball-Verband e.V. (HFV) hat bezüglich des Umgangs mit dem Spielbetrieb der aktuellen Saison 2019/2020 im Rahmen der Sitzung des Verbandsvorstandes am Samstag (06. Juni 2020) im Falle eines vorzeitigen Saisonendes eine detaillierte Empfehlung erarbeitet, die durch die Bestätigung durch den am 20. Juni 2020 stattfindenden außerordentlichen Verbandstag amtlich werden könnte. Dieser Verbandstag wird vom HFV live gestreamt.

Aufstiegsspiele wird es voraussichtlich in dieser Saison nicht geben.

Die einstimmige Empfehlung des Verbandsvorstandes an die Delegierten vom 16. Mai 2020, dass die Saison 2019/2020 zum 30.06.2020 beendet werden und die Wertung mit Hilfe der Quotienten-Regelung mit Aufsteigern gemäß des Spielgeschehens der Saison 2019/2020, aber ohne Absteiger erfolgen soll, wurde nun mit großer Mehrheit (rund 84%) dahingehend ergänzt, dass der Aufstieg der Teilnehmer von Relegations- und Aufstiegsspielen ebenfalls nach der Quotientenregel erfolgen soll. Dabei soll nicht zwischen Aufstiegsspielen und Relegationsspielen unterschieden werden. In beiden Bereichen sollen entsprechend dem Spielgeschehen die jeweiligen Aufsteiger ebenfalls unter Anwendung der Quotientenregel ermittelt werden, um keine unterschiedliche Behandlung auf Kreis- und Verbandsebene vorzunehmen.

„Im Zuge der zahlreichen Diskussionen bezüglich des Themas mit dem Umgang der Saison 2019/2020 und den daraus resultierenden Aufsteigern wollten wir stets eine Lösung im Sinne der Mehrzahl unserer Vereine finden. Mit der heute beschlossenen Empfehlung haben wir eine solche gefunden, die zugleich auch rechtlich abgesichert worden ist. Dass wir nicht hundertprozentige Zustimmung ernten werden, ist uns natürlich klar und auch nicht zu erwarten. Die Herausforderung der folgenden Saison gehen wir mit kreativem Denken und voller Optimismus an“, erklärten HFV-Präsident Stefan Reuß und Vizepräsident Torsten Becker.

Grundlage für die empfohlene Regelung ist, dass der HFV in der HFV-Rechtsordnung, insbesondere in der HFV-Spielordnung regelt, welche Vereine sich sportlich für den Spielbetrieb der jeweiligen Ligawettbewerbe qualifizieren können. Im Einzelfall werden dazu Entscheidungs-, Relegations- und Aufstiegsspiele oder eine Qualifikationsrunde durchgeführt. Diesbezüglich wurde zudem ein Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem sich das Präsidium intensiv beschäftigte.

Der Verbandsvorstand empfiehlt den Delegierten des außerordentlichen Verbandstages im Rahmen der Abstimmung über Fortführung oder Beendigung der vom HFV organisierten Meisterschaftswettbewerbe einschließlich aller Qualifikationsspiele, des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs, sowie der vom Verband in Spielrunden organisierten Spiele, der Spielzeit 2019/2020 im Herren-, Frauen- und Jugendbereich, für die Beendigung der Spielzeit zum 30.06.2020 zu votieren.

Sollte sich der Verbandstag für die Beendigung der Spielzeit zum 30.06.2020 aussprechen, sollte anschließend noch über die Folgeregelungen aufgrund der Beendigung der vom HFV organisierten Meisterschaftswettbewerbe, des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs sowie der weiteren vom Verband in Spielrunden organisierten Spiele der Spielzeit 2019/2020 im Herren- und Frauenbereich, insbesondere im Hinblick auf Wertung, Auf- und Abstieg und hierzu gegebenenfalls notwendiger Änderungen der Ordnungen des HFV, insbesondere der Spielordnung HFV, relevanten Durchführungs- bzw. Ausführungsbestimmungen sowie erforderliche Ermächtigungen, abgestimmt werden.

Folgende Beschlussvarianten sollten auf Grundlage der bisherigen Empfehlungen und Erörterungen unter diesem Punkt zur Abstimmung gestellt werden, wobei der Verbandsvorstand den Delegierten empfiehlt, für die Beschlussvariante C zu stimmen.

Beschlussvariante A:
Abschlusstabelle nach Quotientenregel – direkte Aufsteiger und Absteiger – keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen

Beschlussvariante B:
Abschlusstabelle nach Quotientenregel – direkte Aufsteiger – keine Absteiger, ausgenommen Ausscheiden, freiwilliger Abstieg und Rückzug – keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen

Beschlussvariante C:
Abschlusstabelle nach Quotientenregel – direkte Aufsteiger – keine Absteiger, ausgenommen Ausscheiden, freiwilliger Abstieg und Rückzug – Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen nach Quotientenregel

HFV-Verbandsvorstand empfiehlt einstimmig vorzeitiges Saisonende

Der Hessische Fußball-Verband e.V. hat bezüglich des Umgangs mit dem Spielbetrieb der aktuellen Saison 2019/2020 im Rahmen der Sitzung des Verbandsvorstandes am Samstag (16. Mai 2020) eine Empfehlung erarbeitet, die vorbehaltlich weiterer behördlicher Entscheidungen durch die Bestätigung an einem in Kürze folgenden außerordentlichen Verbandstag amtlich werden könnte.

Der Verbandsvorstand empfiehlt den Delegierten einstimmig, dass die Saison 2019/2020 zum 30.06.2020 beendet werden und die Wertung mit Hilfe der Quotienten-Regelung mit Aufsteigern gemäß des Spielgeschehens der Saison 2019/2020, aber ohne Absteiger erfolgen soll.

Weitere wählbare Möglichkeiten sind die Fortführung der Saison über den 30.06.2020 hinaus und das vorzeitige Saisonende mit Quotienten-Regelung unter Ermittlung der Auf- und Absteiger gemäß des bestehenden Spielgeschehens. Weitere Möglichkeiten im Umgang mit der Saison 2019/2020 wurden diskutiert, erwiesen sich jedoch als nicht mehrheitsfähig.

Die endgültige Entscheidung für eine dieser drei Varianten fällt im Rahmen des außerordentlichen Verbandstages, der voraussichtlich am 13. oder 20. Juni stattfindet. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Die Grundlage für diese Empfehlung bilden die 32 Kreiskonferenzen, die in den letzten beiden Wochen durchgeführt wurden. Die entsprechenden Kreisfußballwarte haben die Stimmungsbilder aus ihren Kreisen an die zuständigen Regionalbeauftragten weiter gegeben. Die gesammelten Ergebnisse wurden vom Verbandsspielausschuss zu dieser Empfehlung für den Verbandsvorstand verarbeitet, der diese im Rahmen seiner Sitzung befürwortete.

Präsidium und Verbandsvorstand haben in gemeinsamen virtuellen Sitzungen einen Verfahrensweg gewählt, der Entscheidungen sorgsam vorbereitet, rechtlich absichert, breite Beteiligungsmöglichkeiten der Mitglieder eröffnet, sportliche Fairness im Blick hat und zugleich unter Berücksichtigung der Gesundheit aller Beteiligten abwägt.

Dabei wurden zahlreiche Aspekte berücksichtigt, wie die behördliche Verordnungslage, der Umgang mit übergeordneten Spielklassen (speziell Regionalliga Südwest und 3. Liga, Frauen-Regionalliga Süd, Junioren-Bundesliga, B-Juniorinnen-Bundesliga, Hessenpokalsieger Männer und Frauen) und die Zeitschiene, wenn die Saison 2019/2020 über den 30.06.2020 hinaus fortgeführt würde sowie unmittelbare Auswirkungen daraus auf eine potentielle Saison 2020/2021. Zugleich spielten notwendige Satzungsänderungen im Falle einer Fortführung der Saison 2019/2020 über den 30.06.2020 hinaus sowie unmittelbare Auswirkungen auf eine potentielle Saison 2020/2021 eine Rolle, ebenso wie die sportliche Fairness und Ergebnisberücksichtigung der bisher erbrachten Leistungen. Ferner wurden die Wirkung der Quotienten-Regelung auf die bisherigen Tabellenstände und eventuelle Härtefälle bemessen. Das Vorgehen erfolgte unter der klaren Zielsetzung einer einheitlichen Regelung für ganz Hessen.

Bedauernd nehmen Präsidium und Verbandsvorstand zur Kenntnis, dass es keine generelle und für den gesamten Amateurfußball in Deutschland einheitliche Regelung geben wird. Diese wünschenswerte Variante muss nunmehr durch Einzelentscheidungen des DFB sowie der Landesverbände ersetzt werden.

„Im Umgang mit dem HFV-Spielbetrieb haben wir um Geduld und Besonnenheit zur Realisierung der besten Lösung geworben. Vor dem Hintergrund der aktuellen behördlichen Verfügungslage und nach der Einbeziehung des Rats von Experten sowie der Meinung der Vereine in das Prozedere, favorisieren wir die von einem Großteil der Vereine gewünschte Lösung in Verbindung mit deren Machbarkeit und Rechtssicherheit. Uns ist bewusst, dass nicht alle Vereine diesen Standpunkt teilen, aber leider ist aufgrund der speziellen Situation eine Lösung, die die Zustimmung aller HFV-Vereine findet, nicht möglich. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir der optimalen, gerechtesten und vereinsfreundlichsten Lösung hiermit am nächsten kommen“, erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß.

Die Empfehlung, das Spieljahr 2019/20 am 30.06.2020 zu beenden, sieht keine weiteren Meisterschaftsspiele des laufenden Spieljahres mehr vor. Die direkten Aufsteiger sollen über den Quotienten aus erzielten Gewinnpunkten und ausgetragenen Spielen ermittelt werden. Berücksichtigt werden sollen auch Spiele, über deren Wertung bis 30. Juni 2020 sportgerichtlich rechtskräftig entschieden ist. Meister und direkter Aufsteiger ist die Mannschaft mit dem höchsten Quotienten. In Staffeln, in denen weitere Mannschaften direktes Aufstiegsrecht besitzen, wird auch diese Platzierung ermittelt und die Mannschaft steigt auf. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Aufsteiger anhand sportlicher Kriterien ermittelt werden können, und zwar rechtzeitig für die Teilnahme am Spielbetrieb der übergeordneten Liga im Spieljahr 2020/21.

Im Vorfeld des außerordentlichen Verbandstages muss die Frage, wie mit dem Thema Relegation und Aufstiegsspiele umzugehen ist, noch abschließend geklärt werden. Hierzu wird eine rechtliche Prüfung erfolgen und auch die Entscheidungen übergeordneter Ligen werden mit berücksichtigt.

Vor dem Hintergrund, dass ein Abstieg nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich in der Regel schwerer wiegt als ein Nichtaufstieg, sollen keine Absteiger ermittelt werden. Diese Regelung bringt mit sich, dass in folgenden Spielzeiten eine Regulierung der Ligen durch eine erhöhte Zahl an Absteigern erfolgen muss. Dieses genaue Prozedere und weitere Regelungen wie beispielsweise Wechselrechte müssen nun satzungsgemäß angepasst werden.
Bezüglich des Verfahrens der Pokalwettbewerbe sind ebenfalls unterschiedliche Szenarien diskutiert worden. Hierfür werden kurzfristig Lösungen erarbeitet.

Der Beschluss im Wortlaut:
1.    Der Verbandsvorstand beschließt, das Präsidium zu bitten, einen außerordentlichen Verbandstag einzuberufen, um über einen eventuellen Abbruch der Saison entscheiden zu lassen. Der außerordentliche Verbandstag findet, vorbehaltlich der Zustimmung des Vereinsregisters und unter Einhaltung der Ladungsfristen, voraussichtlich am 13. Juni 2020 oder 20. Juni 2020 in virtueller Form statt.
2.    Der Verbandsvorstand hat die Ergebnisse der virtuellen Kreiskonferenzen und Befragungen der Mitgliedsvereine zur Kenntnis genommen und diese in seiner Sitzung am 16. Mai 2020 bewertet.
3.    Der Verbandsvorstand stellt fest, dass mehrheitlich durch die teilnehmenden Mitglieder an den Kreiskonferenzen für die Saison 2019/2020 gewünscht wird:
Abbruch der Saison unter Anwendung des bestehenden Spielgeschehens mit Quotientenregelung, aber Festlegung nur von Aufsteigern, keine Absteiger
Der Verbandsvorstand beschließt, sich dieser Mehrheitsmeinung anzuschließen und empfiehlt dem außerordentlichen Verbandstag, den obenstehenden Beschluss zu fassen.
4.    Der Verbandsvorstand beschließt, die Beschlussempfehlung den Verbandsmitgliedern (Vereine) zuzuleiten.
5.    Der Verbandsvorstand beauftragt das Präsidium, alle behördlichen Entscheidungen bis zum außerordentlichen Verbandstag, die Einfluss auf die Fortsetzung oder den Abbruch der Saison haben können, zu bewerten.
6.    Alle notwendigen Anträge sind durch die Geschäftsstelle in Abstimmung mit den zuständigen Ausschüssen für den außerordentlichen Verbandstag vorzubereiten.
7.    Alle erforderlichen und zu berücksichtigenden Fristen, die sich aus der Beschlusslage des außerordentlichen Verbandstages ergeben, sind durch die Geschäftsstelle zu prüfen und eventuell erforderliche Beschlüsse durch den außerordentlichen Verbandstag vorzubereiten.
8.    Die sich durch die Beschlusslage des außerordentlichen Verbandstages ergebenden Auswirkungen auf die Pokalspielsituation sind umgehend durch die Geschäftsstelle zu prüfen und entsprechend erforderliche Beschlüsse des außerordentlichen Verbandstages vorzubereiten.  
9.    Zum Thema Relegation/Aufstiegsspiele ist eine abschließende rechtliche Prüfung für den Seniorenbereich vorzunehmen. Ebenso sind finale Beschlüsse für das Vorgehen im Junioren- und Frauenbereich für den außerordentlichen Verbandstag vorzubereiten.

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